09.03.2022

Dark Mode - Willkommen auf der dunklen Seite

Er ist in aller Munde und polarisiert: der Dark Mode. Kaum eine App, ein Programm oder eine Website, die nicht inzwischen ein dunkles Design anbietet. Sogar alle gängigen Browser und Betriebssysteme sind mittlerweile im Dunkelmodus verfügbar. Viele lieben den Dark Mode und loben seine vermeintlichen Vorteile über den grünen Klee, andere wiederum verteufeln ihn, sehen in ihm nur einen temporären Hype oder tun ihn ab als unnütze Spielerei. Wir bei Projektron sehen das Phänomen durchaus differenziert, aber wissen die Vorzüge eines dunklen Modus sehr zu schätzen. Grund genug, auch BCS seine dunkle Seite zu entlocken! Was ist dran am Mythos Dark Mode? Hat er wirklich belegbare Vorteile gegenüber dem althergebrachten Light Mode? Wie aktivieren Sie den Dark Mode in BCS? All das erfahren Sie in diesem Artikel.

Dark Mode: Was ist das?

Der Dark Mode, auf Deutsch „dunkler Modus“, „Dunkelmodus“ oder auch „Dunkelheitsmodus“ genannt, ist ein dunkles Design für Browser, Betriebssysteme, Webdienste, Apps oder andere Softwareprodukte. Er invertiert die Farbpalette, oder einfach ausgedrückt: Er stellt helle Pixel dunkel dar, dunkle Pixel hell.

Wird ein Text oder ein Menü also normalerweise mit schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund angezeigt, erscheint im Dark Mode weißer Text auf schwarzem oder anthrazitem Hintergrund – ein Gegensatz wie Tinte auf Druckerpapier vs. Kreide auf Schiefertafel. Der Dark Mode färbt aber nicht nur einen rein weißen Hintergrund dunkel, sondern dimmt in der Regel alle hellen Farbtöne ab.

Dark Ages: Am Anfang war die Dunkelheit

Obwohl sich der Dark Mode seit einigen Jahren größter Beliebtheit erfreut, ist das Konzept alles andere als neu: In der Programmierszene ist helle Schrift auf schwarzem Hintergrund kein Designtrend, sondern seit jeher die Standard-Darstellungsform. Auch aktuelle Entwicklungsumgebungen und Editoren weichen nicht von dem Konzept ab.

Die ersten Computerbildschirme in den 1960er Jahren funktionierten nach dem Prinzip der Braun’schen Röhre: Elektronenstrahlen treffen auf den Bildschirm und leuchten nur dort auf, wo etwas dargestellt werden soll. Die übrigen Pixel bleiben unbeleuchtet, also schwarz. Ein Prinzip so simpel wie sinnvoll, denn jeder nicht aktivierte Pixel spart Strom. Apple und Windows waren es erst, die die User mit einladenden und hellen Tönen lockten und uns über die Jahrzehnte an den Light Mode als neuen Standard gewöhnten. Der jüngere Hype um den Dark Mode ist also vielmehr ein Revival, ein Comeback des ehemaligen Standards.

In Mode: Warum ist der Dark Mode so beliebt?

Der Dunkelmodus liegt definitiv im Trend, wie ein kurzes Abklopfen der beliebtesten Dienste zeigt: Ob Windows, macOS, Android, iOS, Word, Google, Chrome, Firefox, YouTube, Instagram, Twitter, Skype, Snapchat oder Facebook – sie alle bieten eine Darstellung im Dark Mode für Ihre Dienste an. Bisweilen verbirgt sich ein optional einstellbarer Dark Mode auch hinter den Begriffen „Skin“ oder „Theme“. Andere Plattformen wie Steam oder Spotify sind sogar per Default dunkel gehalten. Die Nachfrage ist da: Kaum ein Programm oder eine App, die nicht inzwischen eine Darstellungsform im Dark Mode ermöglicht.

Dass der Dark Mode immer mehr überzeugte Anhänger findet, hat natürlich gute und nachvollziehbare Gründe. Sehen wir uns die am häufigsten genannten zwei Vorteile des Dark Mode genauer an:

1. Gesundheit: Der Dark Mode schont die Augen

Wer auf seinem Smartphone den Dark Mode nicht aktiviert hat, wird das Phänomen kennen: In dunkler Umgebung schwarzen Text auf weißem Hintergrund zu lesen blendet zunächst und strengt die Augen schon nach geringer Dauer enorm an. Im Alltag sind wir ständig von Bildschirmen umgeben: Bereits auf dem Weg ins Büro nutzen viele ihr Smartphone, während der Arbeit müssen viele Menschen nahezu durchgehend auf einen Bildschirm starren und am Abend entspannen wir vor dem Laptop, Tablet oder Fernsehbildschirm. Die Belastung für die Augen ist dabei gewaltig. Können wir also unsere Augen schonen, indem wir den Dark Mode nutzen?

Die kurze, aber klare Antwort lautet „Nein“: Aktuell existieren keine stichfesten wissenschaftlichen Belege, dass der Dark Mode gesünder oder schonender für die Augen ist. Durchaus ernstzunehmen ist dennoch das subjektive Gefühl vieler Nutzer, dass anthrazite oder schwarze Farbtöne weniger anstrengend wirken als helle und der Bildschirm in abgedunkelter Umgebung deutlich weniger blendet. Nicht zuletzt lichtempfindliche Personen berichten oft, dass Ihnen die Arbeit im dunklen Modus deutlich leichter fällt oder überhaupt erst möglich ist. In diesem Sinn trägt ein Dark Mode auch zur Barrierefreiheit der Softwarenutzung bei.

Im Umkehrschluss muss das aber nicht heißen, dass der Dark Mode in heller Umgebung unbrauchbar wäre. Durch die veränderten Kontrastverhältnisse in der Darstellung im Dark Mode können Inhalte selbst bei Sonnenlicht besser lesbar sein als auf einem hell eingestellten Display. Probieren Sie es einfach aus, denn etwaige schädliche Auswirkungen durch einen Dark Mode sind ebenfalls medizinisch nicht nachweisbar!

Tipp: Nicht die Farben oder die Helligkeit, sondern die Nähe zum Bildschirm ist laut Forschern und Augenärzten problematisch für die Augengesundheit. Die Wahrscheinlichkeit für Kurzsichtigkeit steigt mit abnehmender Distanz. Durch das Betrachten eines Bildschirms reduziert sich außerdem die Blinzel-Frequenz, weshalb bei längerer Bildschirmbetrachtung die Augen zu tränen oder zu jucken beginnen können. Wahren Sie also Abstand zu Ihrem Bildschirm und legen Sie regelmäßig Bildschirmpausen ein, selbst wenn Sie den Dark Mode nutzen!

2. Akkuschonend: Spart der Dark Mode wirklich Energie?

Attraktiv macht den Dark Mode vor allem für Smartphone-Nutzer ein weiterer Vorteil: Er schont den Akku. Der Energiesparmodus von Android-Geräten wechselt beispielsweise automatisch in den Dark Mode. Klar: Wer die Akkulaufzeit bei Laptop oder Smartphone verlängern will, sollte unbedingt auf die dunkle Seite wechseln, oder?

Ganz so einfach ist es leider nicht. Der Dark Mode ist kein genereller Garant für eine verlängerte Laufzeit mobiler Endgeräte. Bei LED-Displays und LCD-Bildschirmen spart der Dark Mode nämlich keine Energie. Die Hintergrundbeleuchtung, die für die Strahlkraft des Displays verantwortlich ist, bleibt dauerhaft aktiv, egal wie hell oder dunkel die Darstellung ist.

Der positive Effekt der Energieeinsparung zeigt sich hingegen bei OLED-Displays. Die organischen Leuchtdioden eines OLED-Geräts leuchten selbst und benötigen daher keine Hintergrundbeleuchtung als Lichtquelle. Je heller ein Pixel, desto energieintensiver seine Beleuchtung im OLED-Display. Dunkle Bereiche in der Darstellung müssen also nicht oder nur schwach beleuchtet werden. Vom dunklen Design profitieren also insbesondere Smartphone-Nutzer, deren Geräte mit OLED-Displays ausgestattet sind.

Forscher der Purdue University in Indiana, USA, fanden in einer Studie heraus, dass die Ersparnis der Akkulaufzeit vor allem von der Helligkeitseinstellung des Displays abhängig ist. Ein aktivierter Dark Mode spart bei einer Displayhelligkeit von 30 bis 50 Prozent nur etwa drei bis neun Prozent, bei einer Displayhelligkeit von 100 Prozent hingegen 39 bis 47 Prozent Energie.

Fazit: Dunkel gefällt

Letztendlich handelt es sich bei der Frage „Ist der Dark Mode gut oder schlecht?“ zuvorderst um eine Geschmacksfrage. Er ist weder ein Allheilmittel gegen Augenprobleme noch ein Stromspar-Garant. Unbestreitbar ist allerdings, dass Inhalte im Dark Mode eine gänzlich andere Wirkung entfalten können.

  • Designs heben sich deutlicher vom Hintergrund ab und gewinnen an Schärfe.
  • Bilder wirken kontrastreicher.
  • Gerade in dunkler Umgebung ist die Farberkennung im Dunkelmodus meist besser.

Geschickt umgesetzt kann der Dark Mode also bestimmte Inhalte besser in Szene setzen und vermitteln.

Der Dunkelmodus in Projektron BCS

Gute Nachrichten für Fans des Dark Mode: Seit der Version 21.4 gibt es auch für Projektron BCS einen Dunkelmodus – und zwar nicht nur für die Software selbst, sondern auch für die Projektron BCS-App. Die Entwicklung des Modus war letztlich eine Anregung unserer BCS-Nutzer, die sich vermehrt einen Dunkelmodus gewünscht haben. Wir brannten sofort für die Idee und machten uns ans Werk. Das Resultat steht Ihnen ab sofort zur Verfügung. Hier erfahren Sie, wie Sie in BCS den Dark Mode einstellen.

Automatisch im richtigen Licht: Der Dunkelmodus in der BCS-App

Gerade in der BCS-App kann ein Dunkelmodus bei dunklen Umgebungsbedingungen zu einem deutlich höheren Nutzungskomfort führen. In der App ist die Aktivierung des Dunkelmodus an die Einstellungen Ihres Betriebssystems gekoppelt. Schaltet Ihr Smartphone-Betriebssystem ab einer gewissen Uhrzeit vom hellen in den dunklen Modus um, wird die BCS-App es ihm automatisch gleichtun.

Der Dark Mode in der App umfasst sämtliche Designelemente, Texte und Icons. So schonen Sie nicht nur Ihre Augen bei Nacht, sondern Sie sparen auch Akkuleistung, sofern Ihr Smartphone über ein OLED-Display verfügt.

Dark Mode in BCS aktivieren: Lernen Sie unsere dunkle Seite kennen

 

Auch in BCS lässt sich der Dark Mode an die Einstellungen des Betriebssystems oder des Browsers koppeln. Das heißt, betreiben Sie Ihr Betriebssystem oder Ihren Browser im Dark Mode, wird sich auch BCS in der Standard-Einstellung entsprechend automatisch in den Dark Mode begeben.

Möchten Sie den Dunkelmodus manuell einschalten oder ausschalten, können Sie dies in der Ansicht „Einstellungen“ im Arbeitsbereich „Mein Bereich" vornehmen. Jeder Mitarbeiter entscheidet also selbst, ob und wann er den Dunkelmodus nutzen möchte. Wählen Sie unter „Darstellung“ den Dunkelmodus aus, um den Dark Mode zu aktivieren. Möchten Sie den Dark Mode deaktivieren, wählen Sie in der gleichen Einstellung einfach den hellen Modus oder eine andere Darstellung Ihrer Wahl.

Probieren Sie den Dunkelmodus in Projektron BCS doch gleich einmal aus. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Über den Autor

Die Aufgabe der Entwicklung bei Projektron ist das kontinuierliche Weiterentwickeln unserer Projektmanagement-Software Projektron BCS und das Umsetzen kundenspezifischer Anpassungen. Die Entwicklung orientiert sich an der Softwareentwicklung nach Scrum und organisiert ihre Sprints in Projektron BCS. So stellt die Entwicklung sicher, dass jährlich vier neue Versionen von BCS veröffentlicht werden können.

  

Ein Dark Mode ist nun auch in Projektron BCS verfügbar.

Ein Dark Mode ist nun auch in Projektron BCS verfügbar.

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