IAPM und IPMA/GPM
Zwei beliebte Projektmanagement-Zertifizierungen im Überblick
Projektmanagement-Zertifizierungen helfen dabei, Kompetenzen sichtbar zu machen, Standards zu schaffen und Projektarbeit professionell weiterzuentwickeln. Besonders häufig stehen dabei Zertifizierungen und Kompetenzmodelle wie IAPM, IPMA und GPM im Fokus. Während die IAPM vor allem für einen flexiblen, methodenoffenen und online verfügbaren Zertifizierungsansatz steht, sind IPMA und GPM besonders stark im kompetenzbasierten Projektmanagement verankert. Beide Ansätze unterstützen Fach- und Führungskräfte dabei, Projekte strukturierter, transparenter und erfolgreicher umzusetzen, unterscheiden sich aber deutlich in Aufbau, Zielgruppe und Anwendung. Erfahren Sie, welcher Ansatz besser zu Ihren Projektmanagement-Zielen passt und wie BCS Sie in der praktischen Umsetzung unterstützt.
IAPM-Zertifizierung: flexibel, praxisnah und methodenoffen
Die International Association of Project Managers, kurz IAPM, bietet Projektmanagement-Zertifizierungen für klassisches, agiles und internationales Projektmanagement. Ihr Ansatz ist bewusst methodenoffen: Statt ein einzelnes Framework in den Mittelpunkt zu stellen, vermittelt die IAPM breit anwendbares Projektmanagement-Wissen für unterschiedliche Projektumfelder.
Besonders charakteristisch sind die flexible Online-Prüfung, der niedrigschwellige Einstieg und die lebenslange Gültigkeit vieler Zertifikate. Damit eignet sich die IAPM besonders für Einsteiger, Projektmitarbeiter, hybride Teams und Organisationen, die klassische und agile Methoden pragmatisch kombinieren möchten.
IPMA und GPM: kompetenzbasiertes Projektmanagement in der Praxis
Die IPMA ist ein international etablierter Projektmanagement-Standard, der Projektmanagement-Kompetenzen ganzheitlich betrachtet. In Deutschland wird dieser Ansatz durch die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement vertreten. Im Mittelpunkt stehen fachliche, soziale und kontextbezogene Kompetenzen, die Projektmanagerinnen und Projektmanager für erfolgreiche Projekte benötigen.
IPMA- und GPM-Zertifizierungen folgen einem strukturierten Kompetenzmodell und sind besonders in der DACH-Region, in größeren Organisationen und in professionellen Projektumgebungen verbreitet. BCS unterstützt die praktische Umsetzung dieser Standards durch klare Prozesse, transparente Projektstrukturen und leistungsstarke Funktionen für Planung, Steuerung und Abschluss von Projekten.
IAPM oder IPMA/GPM – was ist der Unterschied?
IAPM und IPMA/GPM verfolgen unterschiedliche Ansätze im Projektmanagement. Die IPMA stellt mit der Individual Competence Baseline einen international anerkannten Kompetenzstandard für Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement bereit. Dieser Standard beschreibt, welche Kompetenzen Projektmanagerinnen und Projektmanager benötigen – gegliedert in die Bereiche People, Practice und Perspective. In Deutschland ist die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement eng mit der IPMA verbunden und nutzt die ICB als Grundlage für Weiterbildung und Zertifizierung.
Die IAPM ist dagegen kein Projektmanagement-Standard im gleichen Sinne wie die IPMA ICB, sondern eine internationale Vereinigung und Zertifizierungsstelle für Projektmanager. Ihre Zertifizierungen basieren auf eigenen Zertifizierungsgrundlagen wie dem Project Managers’ Guide für klassisches Projektmanagement und dem Agile Project Managers’ Guide für agile Zertifizierungen. Diese Guides definieren die prüfungsrelevanten Inhalte, bilden aber eher einen Zertifizierungsrahmen als einen breit etablierten Kompetenzstandard für Organisationen und Zertifizierungsstellen.
Zertifizieren lassen kann man sich jedoch nach beiden Ansätzen. Bei der IAPM stehen flexible, online durchführbare Zertifizierungen im Mittelpunkt, etwa für klassisches, agiles oder internationales Projektmanagement. Für viele Einstiegs- und Basiszertifikate ist kein verpflichtender Erfahrungsnachweis erforderlich. IPMA bietet dagegen ein kompetenzbasiertes Vier-Level-Zertifizierungssystem, das sich an unterschiedlichen Erfahrungs- und Verantwortungsstufen orientiert. In Deutschland werden entsprechende Qualifizierungen und Zertifizierungen über die GPM beziehungsweise deren Zertifizierungsstrukturen angeboten.
IPMA/GPM eignet sich besonders, wenn Projektmanagement-Kompetenzen nach einem etablierten Standard systematisch entwickelt und nachgewiesen werden sollen.
IAPM eignet sich besonders, wenn eine flexible, methodenoffene und vergleichsweise niedrigschwellige Zertifizierung gesucht wird.
Beide Wege können Projektmanagement-Kompetenz sichtbar machen – sie unterscheiden sich aber deutlich darin, ob der Schwerpunkt auf einem internationalen Kompetenzstandard oder auf einem flexiblen Zertifizierungsmodell liegt.